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15. Juni 2013

"Percy Jackson - Diebe im Olmyp" - Buch vs. Film


Heute kommt der erste Beitrag zu unserer neuen Kategorie „Buch vs. Film“. Es ist natürlich nicht leicht, einem so eingefleischten Bücherfan wie mir, eine perfekte Buchverfilmung zu verkaufen, aber auch ich habe schon die ein oder andere Verfilmung gesehen und für gut befunden. Alles, was ich hier schreiben werde, bezieht sich immer auf den Vergleich von Buch zu Film, nicht auf den Film als Alleinkonzept. Bei „Percy Jackson“ scheiden sich die Götter, was die Verfilmung anbelangt und auch ich bin mir nicht einig, was die Qualität der Verfilmung in Bezug auf das Buch angeht.
Aber fangen wir am besten von vorn an.


Percy Jackson, ein elf Jahre alter Junge, fliegt von einer Schule nach der nächsten, weil er diese regelmäßig in Schutt und Asche legt. Er weiß nicht, dass er ein Halbblut ist - die Mutter ein Mensch, der Vater ein Gott vom Olymp - und das Ungeheuer wie der Minotaurus Jagd auf ihn und seinesgleichen machen. Percy bekommt Hilfe von einem Freund und dieser führt ihn in die Halbgott-Schule „Camp Halfblood Hill“. Dort lernt er, was zum Überleben als Poseidons Sohn wichtig ist.
Jedes Jahr, nach den Sommerferien, kehrt er dorthin zurück und rettet immer wieder aufs Neue die Welt. Dreh und Angelpunkt aller fünf Bände ist eine Prophezeiung, die besagt, das, sobald ein Kind der großen Drei (Poseidon, Zeus und Hades) sechzehn Jahre alt ist, es den Olymp stürzen könnte. Da weder Zeus noch Hades angeblich Kinder haben, liegt diese schwere Last auf Percys Schultern. Zudem hat der Junge eine ganze Reihe Gegner, und das nicht nur in den feindlichen Reihen.
Zusammen mit seinen Freunden Grover, einem Satyr, der superängstlich ist und eine Schwäche für Dosen hat, und Annabeth, Tochter der Athene - das Hirn der Gruppe und die Rationaldenkende -  erlebt er so einige Abenteuer, die sie auch immer mehr oder weniger heil überstehen.
 

Die filmische Umsetzung des ersten Teils „Percy Jackson - Diebe im Olymp“ lässt im Grunde mehr als zu wünschen übrig. Die Figuren im Buch sind elf Jahre alt. Kinder also, die sich auch genauso benehmen, handeln und denken. Im Film sind es junge Erwachsene. Es wird geflirtet, was das Zeug hält und von Kindern ist dort weit und breit nichts zusehen.
Wenn sich im Buch Percys Vater Poseidon noch eher bedeckt hält, sucht er im Film den Kontakt, was sehr im Widerspruch zu den im Buch herauszulesenden Beweggründen ist.
Diese kleinen aber feinen Unterschiede ziehen sich durch den ganzen Film. Es sind nicht nur Kleinigkeiten, über die man hinwegsehen könnte, denn auch der Zauber des Buches kommt leider überhaupt nicht zur Geltung. 
Die Hintergrundinformationen und Wissenswertes über den Olymp, deren Bewohner und Zusammenhänge kommen im Buch nicht zu kurz und sind sehr gut eingearbeitet, wobei im Film alles Wissen vorausgesetzt wird. Aber gerade diese kleinen Aha-Effekte, wenn man wieder hinter eine Verbindung der Götter gekommen ist, sind Momente, die zu den Büchern dazugehören und im Film nicht vorhanden sind.
Außerdem fehlen in meinen Augen wichtige Szenen, die für Tiefe und Glaubwürdigkeit der einzelnen Figuren führen.


Die Schauspieler als solche sind sicher nicht schlecht. Aber das Bild, welches man nach dem Lesen des ersten Bandes von den Hauptfiguren hat, stimmt nicht mal annähernd mit dem im Film überein. Das größte Problem ist einfach, dass die Figuren im Buch elf Jahre alt sind und im Film mindestens sechzehn. Das sind fünf Jahre Unterschied und schon hat man eigentlich einen komplett anderen Film, bei dem nur noch der Inhalt weitestgehend stimmt.
Die verwirrendste Darstellung meiner Meinung nach ist die des Satyrs Grover. Im Buch ist er überaus ängstlich, traut sich selten über seinen Schatten zu springen und es dauert vier Bände der Buch-Reihe, bis er seine innere Stärke und Bestimmung findet. Im Film ist er eher ein Draufgänger, er flirtet und klopft Sprüche und passt einfach nicht in das Gesamtbild, welches die Gruppe im Buch innehat.
Die Gruppe um Percy erinnert auch stark an einen Zauberlehrling, der mit seiner schlauen Freundin und ängstlichen besten Freund so einige Abenteuer besteht, das aber nur Mal so am Rande.

 

Die inhaltliche Darstellung, das Vorstellen der Figuren und die Aufnahme des roten Fadens, gehen komplett in einer Welt der Special Effects und unnötigen Flirterei unter.
Die Motivation, die hinter dem Handeln der Figuren steht, ist die Prophezeiung. Ein Kind der großen Drei stürzt mit sechszehn den Olymp – oder rettet ihn. Und genau das führt über fünf Bände zum großen Showdown. Da im ersten Filmteil nun aber alle schon in etwa sechzehn sind, ist der rote Faden hinüber. Und genau das macht in meinen Augen das Gesamtkonzept vollkommen kaputt.


Der Film „Percy Jackson – Diebe im Olymp“, ist eine Verfilmung des gleichnamigen Buches von Rick Riordan . Wer den Film schaut, ohne das Buch gelesen zu haben, ist damit gut bedient. Jeder, der die Bücher noch lesen möchte, sollte die Finger von einer grauenvollen filmischen Umsetzung lassen. Die Charaktere sind flach und haben außer dem Namen nicht viel zu denen im Buch gemein, die Handlung läuft nur neben dem roten Faden der Bücher und lässt noch viel Spielraum für Spekulationen.
Ich weiß, dass man Bücher nicht satzgenau verfilmen kann, aber wenn man eine wichtige Komponente – hier die Prophezeiung - völlig außer Acht lässt, fragt man sich doch, was irgendjemand sich dabei gedacht hat.
Eindeutig eine Buchverfilmung, die man sich hätte sparen können.

Ob ihr es nach dem Lesen meines ersten Buch vs Film Beitrags glaubt oder nicht, aber es gibt wirklich ein paar Verfilmungen, die mir gefallen haben. „Percy Jackson“ Teil 1 gehört leider nicht dazu und hat bei mir  einiges Haare raufen verursacht während ich den Film gesehen habe.
Am 15.08.2013 kommt die Verfilmung des zweiten Teils in die Kinos und ich weiß nicht, ob ich mich darüber freuen soll, oder eher nicht. Ich werde euch darüber berichten, ob ich nach dem Schauen des zweiten Teils überhaupt noch Haare auf dem Kopf habe.





Liebe Grüße




2 mal erwischt
  1. Sehr guter und aufschlussreicher Artikel, der mich dazu bringt, trotz des für mich nicht besonderen Films die Bücher mal zu lesen! Vielen Dank!

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    Antworten
    1. Danke für das Lesen des Beitrags und deinen Kommentar. :-)
      Ich finde die Bücher wirklich besser und kann sie nur empfehlen.

      Liebe Grüße
      Tilly Jones

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