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28. November 2012

"Ein plötzlicher Todesfall" von Joanne K. Rowling / Rezension





Titel: Ein plötzlicher Todesfall
Autor: Joanne K. Rowling
Seitenanzahl: 576 Seiten
Verlag: Carlsen, 1.Auflage (27.September 2012)
ISBN-13: 978-3551588883
Originaltitel: The Casual Vacancy
Preis: 24,90 Euro




Joanne K. Rowling begann bereits mit sechs Jahren, ihre ersten kleinen Geschichten zu schreiben. Sie studierte zunächst Französisch und arbeitete u.a. für Amnesty International in London. Nach einem längeren Portugal-Aufenthalt kehrte sie zusammen mit ihrer Tochter nach England zurück. Als 31-jährige arbeitslose, alleinerziehende Mutter schrieb sie den ersten Band der Harry-Potter-Geschichten. Bis der internationale Durchbruch kam, dauerte es noch ein paar Jahre. Der Rest ist Geschichte, in doppelter Hinsicht. Zum einen stieg das "Potter-Fieber" weltweit von Band zu Band, zum anderen hat Rowling mit dem siebten Buch "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" endgültig ihrem Helden und seiner Zauberwelt Lebewohl gesagt. Ihr erster Roman für Erwachsene, „The Casual Vacancy“, erschien im Herbst 2012.


Als Barry Fairbrother mit Anfang vierzig plötzlich stirbt, sind die Einwohner von Pagford geschockt. Denn auf den ersten Blick ist die englische Kleinstadt mit ihrem hübschen Marktplatz und der alten Kirche ein verträumtes und friedliches Idyll, dem Aufregung fremd ist. Doch der Schein trügt. Hinter der malerischen Fassade liegt die Stadt im Krieg. Krieg zwischen Arm und Reich, zwischen Kindern und ihren Eltern, zwischen Frauen und ihren Ehemännern, zwischen Lehrern und Schülern. Und dass Barrys Sitz im Gemeinderat nun frei wird, schafft den Nährboden für den größten Krieg, den die Stadt je erlebt hat. Wer wird als Sieger aus der Wahl hervorgehen einer Wahl, die voller Leidenschaft, Doppelzüngigkeit und unerwarteter Offenbarungen steckt? J. K. Rowlings erster Roman für Erwachsene ist aufwühlend, berührend und spannend. Ein großer Roman über eine kleine Stadt von einer der besten Erzählerinnen der Welt.


Das Cover ist schlicht und auf den ersten Blick könnte man dem Gestalter mangelnde Fantasie vorwerfen. Eigentlich gibt es kein besonderes Merkmal, was den Augenmerk auf sich lenkt. Allerdings beherbergt es einen Hinweis, durch welchen es mit dem kompletten Text verbunden ist. Immer wieder wird man dezent darauf hingewiesen, wie ein roter Faden, der sich durch die Story zieht. Einfach, aber dadurch besser. Manchmal ist weniger eben mehr.


Die Geschichte beginnt in einer Kleinstadt, wie sie überall auf der Welt zu finden ist. Jeder kennt jeden. Die Stadt ist geprägt durch den Zusammenhalt der Bewohner, Blumen schmücken den Dorfplatz und man hilft sich gegenseitig wo man kann. Aber der Schein trügt, denn gleich zu Beginn gibt es einen Todesfall, der das Leben in dem sonst so idyllischen Örtchen Pagford auf die Probe stellt und die dunkle Seite der sonst anscheinend friedfertigen Menschen zu Tage bringt.
Barry Fairbrothers Tod reißt eine Lücke in den Gemeinderat und der zwischenmenschliche Krieg beginnt. Man wird in die Machenschaften der einzelnen Bürger hineingezogen, der Kampf um den freien Sitz im Gemeinderat ist nicht von Freundlichkeit beleuchtet und die Kämpfenden ziehen alle Regeln der Kriegskunst zu Rate.
In den ersten Kapiteln lernen wir eine sehr große Anzahl an Figuren kennen, deren Leben J. K. Rowling gekonnt miteinander verknüpft, die aber unterschiedlicher nicht sein könnten.
Familien, die nur nach außen das Bild einer funktionstüchtigen Familie geben, aber innerhalb herrscht rohe Gewalt vor. Streit unter Nachbarn der auch vor Rufmord keinen Halt macht, einseitige Liebschaften, Verwahrlosung gepaart mit Hoffnungslosigkeit, Drogenmissbrauch und die daraus entstehenden Probleme. Eltern und und deren Kinder, die sich gegenseitig das Leben zur Hölle machen. Freundschaften, die gar keine sind.
Man wirft einen Blick hinter die Kulissen eines harmonischen Provinznestes, bei dem man die Harmonie zwischen trostloser Handlung und menschlichen Abgründen sucht.
Die Autorin schreckt nicht davor zurück, uns die unbequemen Wahrheiten und kaputten Familienverhältnisse genaustens aufzuzeigen. Abartigkeiten, die niemand hören, geschweige den Lesen will.
Als roter Faden kommt immer wieder der Tote Barry Fairbrother ins Spiel, der sich für die untere Schicht in einer Sozialsiedlung eingesetzt hat. Als Leser begleiten wir, neben vielen anderen interessanten Charakteren, Krystal Weedon. Der besondere Schützling des Verstorbenen zeigt eine angedeutete, positive Wandlung, bis hin zu einer verzweifelten Denkweise die das Ende einläutet.


Für schwache Nerven, zartbesaitete Menschen und solche, die über menschliche Niederungen nichts wissen wollen, ist „Ein plötzlicher Todesfall“ nicht geeignet. Hier wird nicht mit Blümchen und Bienchen um sich geworfen, was viele sicher verschrecken könnte. J. K. Rowling bedient sich einer stellenweise sehr ordinären Sprache, die Figuren sind manchmal vulgär, beschimpfen sich mit Wörtern weit unter der Gürtellinie. Wer über die Sprache hinweg sehen kann, die sicherlich nichts liebevolles an sich hat, sieht, dass durchaus auch mit heftigen Worten große Bilder erzeugt werden können.

Gewalt, körperliche wie geistige, sind dort an der Tagesordnung. Man wird in die Abgründe des Menschseins hinein gezogen und bekommt Dinge gezeigt, die sonst nur hinter gut verschlossenen Türen stattfinden. Auch in dem Ort findet das alles nicht auf offener Straße statt, obwohl das manchen der Protagonisten wohl am liebsten wäre, aber als Leser darf man hinter die Gardinen blicken. Und man bekommt nicht das Sonntagsservice vor die Nase gesetzt. Rücksicht auf die Gefühle von irgendwelchen Personen nimmt dort keiner. Nicht mal Rücksicht auf die eigene Familie.
Nach außen hin wird von vielen Figuren versucht, das Bild einer heilen Stadt mit freundlichen Bewohnern, zu wahren. Je mehr nach dem Tod des Gemeinderatmitglieds aber passiert, desto mehr Risse bekommt dieser trügerische Schein. Jede Handlung, egal welcher Figur, ist irgendwie mit einer Handlung einer anderen verbunden. Meistens wissen die agierenden Personen nicht einmal, was sie anrichten und bei wem ihre Reaktion eine Aktion hervorruft.

Dass die Autorin kein Blatt vor den Mund nimmt, gefällt mir. Ob es um den Drogenmissbrauch bei Jugendlichen geht, gefühlloser Sex auf dem Friedhof oder die Gedanken an Mord innerhalb einer Ehe, es wird alles knallhart auf den Tisch gebracht. Die einzelnen Protagonisten sind mit allen Ecken und Kanten glaubwürdig ausgearbeitet, die Sprache passt zu einer Sozialsiedlung oder zu dem anständigen Feinkostladenbesitzer. Jugendliche rebellieren, Frauen intrigieren und Männer ziehen den Schw*** ein.

Als Erstes hätten wir da den eigentlichen Hauptprotagonisten Barry Fairbrother. Er stammt selbst aus der Sozialsiedlung, um die es sich im eigentlich dreht. Hin und her gerissen zwischen dem Drang anderen dort zu helfen und der Pflicht eines Gemeinderatsmitglieds der Stadt gegenüber versucht er auch noch seinen familiären Pflichten nachzugehen. Alles wohl mehr schlecht als Recht, wenn man sein Ende bedenkt. Für seinen Kampf im Namen der Sozialsiedlung wird er von einigen geliebt, von anderen gehasst.

Als Nächstes lernen wir Miles und Samantha Mollison kennen. Er ist ganz sein Vater und sie will mehr als das Leben bis jetzt für sie gebracht hat. Miles macht nur das, was sein Vater sagt. Natürlich soll er jetzt in den Gemeinderat aufrücken, da sein Vater dort auch ist. Samantha ist eine Tratschtante, wie sie im Buche steht und ihr Lebensmittelpunkt besteht darin, ihre Schwiegermutter mit Neuigkeiten zu übertrumpfen. Beide waren dabei als Barry Fairbrother gestorben ist. Sie sitzen sozusagen an der Quelle und nutzen diese Situation eiskalt aus. 



Familie Price ist auf den ersten Blick wie jede andere Familie auch. Mutter Ruth, Vater Simon und zwei Kinder. Dass der Vater ernsthafte Probleme mit seiner Ansicht auf bestimmte Dinge hat, sieht nur der ältere Sohn Andrew. Dafür bezieht er aber auch regelmäßig Prügel. Bei dem Versuch seinen kleinen Bruder und seine Mutter zu schützen, gleichzeitig seinem verhassten Vater eine auszuwischen, geht so ziemlich alles was er macht, nach hinten los. Im Prinzip ist er und eine seine Handlungen der altbekannte Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt und dadurch wird eine Welle ausgelöst, die bis zum Ende hin anhält.

Howard und Shirley Mollison, Eltern von Miles, Besitzer des Feinkostgeschäfts und Mitglied im Gemeinderat. Sie betrachten sich selbst als die heimlichen Herrscher von Pagford. Jeder, der ihnen und ihren Interessen im Weg steht, wird auf die eine oder andere intrigante Weise vernichtet. Sie ist die treibende Kraft hinter vielen seiner Entscheidungen und merkt vor lauter Falschheit nicht, dass ihre Ehe auch nicht das Gelbe vom Ei ist. Denn sie teilt sich ihren Mann mit der Geschäftspartnerin Maureen. Alt und klapprig macht sie auf 30 Jahre jünger, denkt sie weiß alles über jeden und hat eine eigene Definition von Geschäftsbeziehung zu Howard.
In einem sind sich die zwei Frauen aber einig, nicht immer aber meistens, sie können Samantha nicht leiden.

Neben Krystal Weedon, dem Mädchen in der Sozialsiedlung um die sich Barry Fairbrother gekümmert hat, die eine drogenabhängige Mutter und einen etwas in der Entwicklung zurück gebliebenen kleinen Bruder vorweisen kann, gibt es noch Andrews besten Freund Stuart Wall. Er rebelliert gegen alles. Eltern, Schule, Freunde. Im Prinzip weiß er nicht, was er will und am Ende bricht für ihn alles zusammen. Er trägt einen erheblichen Anteil an der ganzen Situation, allerdings hat er eine, sogar für mich als Leser, nervenaufreibende „Ist mir egal“ Einstellung. Das Einzige, was für ihn zählt, ist den ultimativen Kick zu finden. Aber er weiß nicht wie.

Meiner Meinung nach sind das so ziemlich die wichtigsten Personen, die die Handlung vorantreiben. Die Sozialarbeiterin, die mit dem besten Freund des Toten eine unglückliche Beziehung führt oder der Arzt, welcher Howard einen Bypass eingesetzt hat und dessen Tochter sich selbst Schmerzen zufügt, gehören auch dazu. Das sind Probleme, die sich als Nebenhandlung abspielen aber dennoch interessant sind, weil sie zum Gesamtbild dazugehören. Die Autorin hat die einzelnen Leben, verzwickten Situationen und die Probleme der vielen Bewohner auf eine eigene Art miteinander Verbunden. Sehr schade finde ich, das vieles nicht der Fantasie des Lesers überlassen wird,  manche Szenen sind in meinen Augen doch etwas zu heftig auf die Spitze getrieben worden.
Im Großen und Ganzen aber passt diese kalte, nüchterne und stellenweise gefühlskalte Erzählweise zum Gesamtbild.

Nach einer jahrelangen Reise mit Harry Potter wurde dieses neue Buch mit Spannung erwartet. Während des Lesens war es seltsam, man wartete förmlich auf einen Zauberspruch, Halbriesen oder geheimnisvolle Andeutungen. Ich finde, J. K. Rowling hat den Absprung geschafft. Mit Harry Potter hat sie uns bewiesen, dass sie Welten erschaffen kann, die an Magie und Zauberer ihresgleichen suchen. Mit „Ein plötzlicher Todesfall“ zeigt sie, dass es nach dem letzten Band von Harry Potter aber nicht vorbei ist. Und das die Autorin durchaus in der Lage ist, Themen aufzugreifen die unliebsam sind und Situationen beschreiben kann, die jeder in irgendeiner Art und Weise schon mal gesehen hat. Sie setzt ihren Lesern ein Gegenteil zu ihrem Zauberlehrling vor die Nase, das  in der Realität spielt, so dass einem die Skandale und Intrigen schon mal schwer schlucken lassen.

Ich bin der Meinung, wer Harry Potter gelesen und geliebt hat, kann das neue Werk durchaus mal in die Hand. Aber man soll nicht auf ein fantastisches Happy End warten, denn diesmal führt die Autorin uns nicht in zauberhafte Welten sondern in die Abgründe der Menschen, die etwas wollen, was alle anderen auch wollen. Es wird mit Zähnen und Krallen gekämpft und die Menschen nehmen keine Rücksicht auf Verluste. Fiese Doppelmoral und Verlogenheit, gepaart mit einer tollen Beobachtungsgabe, die keine Details außer Acht lässt.
Einmal angefangen konnte ich nicht wieder aufhören.
Obwohl ich finde, dass das Ende nach einer ganzen Weile vorhersehbar war, was die Spannung etwas genommen hat. Während des Lesens drängte sich mir ein Bild eines möglichen Endes auf, dieses Bild konnte durch keine Szene zerstört werden und genauso ist es auch eingetreten. Eigentlich wirklich Schade. Allerdings wäre jedes andere Ende auch unglaubwürdig gewesen. Allerdings wäre hier ein bisschen mehr „Andeutung“ besser gewesen, als dieses kalte „Offensichtlich“.

Keine Schönrederei, knallharte Tatsachen und kaputte, zwischenmenschliche Beziehungen, die man in jeder anderen, angeblich idyllischen Kleinstadt ebenfalls finden kann.
J. K. Rowling hat gezeigt, dass sie nicht nur Jugendbücher schreiben kann und „Ein plötzlicher Todesfall“ ist der beste Beweis dafür! Ich kann es nur empfehlen.





Viel Spaß beim Lesen
Wünscht


26. November 2012

Adventskalender der besonderen Art

Wir haben einen Adventskalender der besonderen Art entdeckt und wollen euch den nicht vorenthalten. Ab dem 1. Dezember stellt Marina Schuster jeden Tag ein Kapitel ihrer romantischen Weihnachtskomödie "Küss mich Santa" online.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Kapitel öffnen. :)




Mehr Informationen findet ihr hier.

25. November 2012

Cbt Voschau Frühling 2013


Rachel Cohn: BETA

Elysia ist eine Beta, ein geklonter Teenager, und sie lebt als Dienerin der Menschen auf der paradiesischen Insel Demesne. Ihr einziges Ziel ist es, ihren »Eltern« zu gefallen – bis sie entdeckt, dass nichts so ist, wie es zu sein scheint. Die heile Welt auf der Insel wird von Klonen gestört, die Gefühle und eine eigene Meinung haben, sogenannten defekten Klonen. Und dann entdeckt Elysia, dass auch sie Gefühle hat. Sie verliebt sich und hat Erinnerungen an ihre First, den Menschen, von dem sie geklont wurde und der längst tot sein muss. Ist sie selbst defekt? Dies würde ihren Tod bedeuten, doch Elysia ist bereit zu kämpfen, für ihre Freiheit und für ihre Liebe zu dem geheimnisvollen Tahir ...

Jaromir Konecny: Döner Röschen

Als der sechzehnjährige Jonas mit seinen Eltern und dem Schoßhund der Familie, Napoleon, vom beschaulichen Oberhaching ins Münchner »Ghetto« nach Neuperlach zieht und sich in die süße Türkin Sibel verknallt, bekommt er es ganz schön mit der Angst zu tun. Man hört ja immer wieder von Ehrenmorden, Zwangsheiraten und noch viel Schlimmerem. Bis er merkt, dass Sibels Vater ihm gar nicht den Schniedel absäbeln will und auch die Angst einflößende anatolische Oma nicht vorhat, ihn zum Blutopfer zu machen, hat sich der Leser schon halb totgelacht.



Robert Muchamore: Top Secret – Die neue Generation

Ryan ist eben erst von Cherub als Agent angeworben worden. Er hat gerade einmal seine Grundausbildung hinter sich und jetzt bekommt er seinen ersten Auftrag. Der führt ihn nach Kalifornien: Dort soll er sich mit Ethan anfreunden, dem jüngsten Spross aus einem kriminellen Clan, der Geschäfte im Wert von Milliarden von Dollars macht. Noch ahnt niemand, dass diese Mission sich zu einer der größten in der Geschichte von Cherub entwickeln wird …




Tanja Heitmann: Tiamat – Liebe zwischen den Welten

Die 16-jährige Anouk Parson lebt in dem alten Herrenhaus »Himmelshoch«, in dessen Kellergewölbe ein furchteinflößender
Maelstrom seine Runden dreht. Sowohl ihr Vater als auch der eigensinnige Sander gehören dem Wächterzirkel an, der die Welt vor dem Ausbruch der Wasserfluten beschützt. Anouk ahnt nicht, dass Sander – den sie überall als ihren Bruder ausgibt – in Wirklichkeit ein viel größeres Geheimnis wahrt, das mit dem Verschwinden ihrer Mutter zu tun hat. Als Sander sie eines Tages küsst, erfährt Anouk nicht nur von seiner heimlichen Liebe zu ihr, sondern auch von der gefährlich schönen Welt, die hinter dem Maelstrom liegt.



Amanda Hocking: WaterSong – Sternenlied

Sie sind schön. Sie sind stark. Und gefährlich. Penn, Lexi und Thea ziehen alle Blicke auf sich – sie aber haben nur Augen für Gemma. Immer tiefer ziehen die geheimnisvollen Fremden Gemma in ihren betörenden Bann. Doch dahinter lauert eine Welt, die faszinierender, abgründiger und tödlicher ist als alles, was Gemma je erlebt hat …

Die 16-jährige Gemma liebt das Meer. Und sie liebt ihren besten Freund Alex. Der Sommer verspricht perfekt zu werden – bis die geheimnisvollen Mädchen Penn, Lexi und Thea auftauchen und Gemma in ihren Bann ziehen. Nach einer gemeinsamen Partynacht fühlt Gemma sich wie ausgewechselt: stärker, schneller und schöner als je zuvor. Was ist passiert? Als sie die Wahrheit erfährt, ist es bereits zu spät: Die verführerische Welt der Sirenen lockt Gemma unaufhaltsam in die tödlichen Tiefen des Meeres ...

Es wird Bunt! Soul Seeker

Wer sich an Evermore erfreut hat, der sollte die neue Reihe von Alyson Noël nicht verpassen. Der erste Band, Soul Seeker - Vom Schicksal bestimmt, ist im September diesen Jahres erschienen. Der Page & Turner Verlag hat es sich aber nicht nehmen lassen, jetzt schon die wunderbaren Cover der drei weiteren Bücher zu veröffentlichen, die in 2013 und 2014 folgen werden.

Vom Schicksal bestimmt

Autor: Alyson Noel
Datum: 10. Sep. 2012
Verlag: Page & Turner
Preis: 16,99€
Seitenzahl: 448
ISBN: 978-3442204069
Empfohlenes Alter: /

Eine zarte Liebe, von Dunkelheit bedroht

Plötzlich ist im Leben der 16-jährigen Daire Santos nichts mehr so, wie es war. Von einem Tag auf den anderen hat sie schreckliche Visionen, Krähen und Geister verfolgen sie, während die Zeit still zu stehen scheint. Und dann wird sie in ihren Träumen auch noch heimgesucht von einem unbekannten Jungen mit wunderschönen blauen Augen. Daire glaubt, den Verstand zu verlieren. Erst als sie zum ersten Mal Kontakt zu ihrer Großmutter aufnimmt, scheint sich alles zu klären. Denn von ihr erfährt sie, dass sie ein Soul Seeker ist. Nur sie hat die Fähigkeit, zwischen den Welten der Lebenden und der Toten zu wandeln. Doch dann begegnet sie Dace, dem Jungen mit den schönen blauen Augen in der Wirklichkeit, und von dem Augenblick an ringt ihre Großmutter mit dem Tod. Kann es sein, dass dieser charmante Junge nicht der ist, der er vorgibt zu sein und eine dunkle Gefahr von ihm ausgeht?




Egmont Ink Vorschau Frühjahr 2013

Heute stellen wir euch die erste Vorschau von dem Egmont Ink Verlag vor. Wie immer überraschen die kommenden Bücher mit wunderschönen Cover und einem packenden Klappentext. Hoffen wir, dass uns nicht zu viel versprochen wird :)

Alex Morel - Wenn der Schnee mein Herz berührt - Egmont INK

Alex Morel: Survive – Wenn der Schnee mein Herz berührt

Das hochdramatische Abenteuer einer starken Heldin, die im erbitterten Kampf ums Überleben zu sich selbst findet und dabei ihrer großen Liebe begegnet. Aufreibend, ergreifend und herzzerreißend! Wie durch ein Wunder überlebt Jane einen Flugzeugabsturz mitten in den Rocky Mountains. Ironie des Schicksals – genau für diesen Tag hatte sie ihren Selbstmord geplant. Außer Jane hat es nur noch ein einziger Passagier geschafft: Paul. Gemeinsam schlagen sich die beiden Teenager durch die eisige Wildnis, und dabei erkennt Jane zum ersten Mal seit Langem: Sie will leben. Das ist vor allem Paul zu verdanken, der ihr Bestes zum Vorschein bringt. Nie zuvor hat Jane so etwas für jemanden empfunden, und für diese unverhoffte Liebe wächst sie über sich selbst hinaus …

Andrea Schacht - Kyria & Reb – Die Rückkehr, Band 2 - Egmont INKAndrea Schacht: Kyria & Reb – Die Rückkehr, Band 2

Der Roman ist eine grandiose Dystopie, die mit tollen Hauptcharakteren und einer ausgeklügelten Story überzeugen kann.
lovelybooks.de
In der spannenden Fortsetzung von „Kyria & Reb – Bis ans Ende der Welt“ kehrt Kyria in ihre Heimatstadt und damit in das perfekt gesteuerte Überwachungssytem von New Europe zurück. Ein gefährliches Unternehmen, denn dort erwartet sie ein mörderisches Komplott.
Hinter Kyria liegen vier Monate, in denen sie zum ersten Mal erlebt hat, was es bedeutet, frei zu sein – und in denen sie Reb, dem jungen Rebellen aus dem Untergrund, nähergekommen ist. Seit sie weiß, dass ihr Vater ermordet wurde, setzt sie alles daran, seinen Mörder zu finden. Schon bald muss sich Kyria verstecken, denn sie erfährt immer mehr über die wahren Drahtzieher in New Europe und ihre üblen Machenschaften. Da taucht Reb wieder auf, der ihr Herz erobert hat …

Veronika Bicker - Optimum – Kalte Spuren, Band 2 - Egmont INKVeronika Bicker: Optimum – Kalte Spuren, Band 2

Wer auf hochdramatische Psychothriller steht, kommt an »Optimum« nicht vorbei. Im heiß ersehnten zweiten Band der mitreißenden Trilogie über eine mysteriöse Schule gerät die sympathische Heldin Rica in die Fänge eines Psychopathen. Absolut nervenaufreibend und mörderspannend! In den Osterferien werden Rica und einige andere Schüler in einer einsamen Berghütte von der Außenwelt abgeschnitten. Doch damit nicht genug: Plötzlich gibt es keinen Handyempfang mehr, Ricas Kamera verschwindet und findet sich mit gruseligen Fotos wieder, und schließlich taucht auch noch eine zweifelhafte Gestalt in der Nähe der Hütte auf. Was als Schulausflug beginnt, wird zum beklemmenden Psychoterror, bei dem die Jugendlichen an ihre Grenzen getrieben werden …

Michael Grant - BZRK – Reloaded, Band 2 - Egmont INKMichael Grant: BZRK – Reloaded, Band 2

Du darfst nicht schlafen. Niemandem vertrauen. Keinen in deine Nähe lassen. Schon die sanfteste Berührung bedeutet den sicheren Tod. Denn sie sind überall. Um uns … IN uns. Bist du einmal infiziert, kontrollieren sie dich … bis in den Tod. Die Armstrong-Zwillinge wollen die Gleichschaltung aller Menschen, die absolute Kontrolle – ihre Handlanger sind ebenso wahnsinnig wie skrupellos. Und Plath kleiner Sieg im Tower war teuer erkauft: die halbe BZRK-Mannschaft ist am Boden, Vincent steht kurz vor dem Kollaps. Dabei verbergen sich in seiner Erinnerung Geheimnisse, die das Blatt wenden können. Doch wer sich in die Abgründe seines nano-verseuchten Geistes wagt, riskiert sie nicht weniger als den eigenen Verstand …

Weitere Infos über die Bücher gibt es hier!

24. November 2012

„Zorn – Regen und Tod“ - Buch des Monats


Auch wenn der November fasst vorbei ist und am Ende sehr viel Kälte mitbringt, wollen wir euch trotzdem unser Buch des Monats nicht vorenthalten. Dieser turbulente Krimi, erschienen im Fischerverlag, wird euch sicher an so manchen kalten Abenden gehörig einheizen.
Der aus Halle stammende Autor Stephan Ludwig hat mit den Hauptkommissaren Zorn und Schröder ein Ermittler-Duo geschaffen, welches das Potenzial hat, noch viele Bücher mit ihren Fällen zu füllen. Der erste Fall wird für beide eine Zerreißprobe der besonderen Art.
Zorn – Regen und Tod hat nicht nur eine Story, die den Leser sofort in ihren Bann zieht, sondern auch Protagonisten, in die man sich sofort hineinversetzen kann. Originell und witzig. Ein Krimi – Debüt, das hält, was es verspricht: Regen und Tod.
Das In Flagranti-Team wünscht viel Spaß beim Lesen.


Zum Inhalt

Die Hauptkommissare Zorn und Schröder leben in einer mittelgroßen, deutschen Stadt, die seit Jahren ohne Mordfälle ausgekommen ist. Nun gibt es einen Fleck, der auf sehr viel Blut schließen lässt, aber nirgends die passende Leiche dazu. Allerdings nicht lange, denn dann haben die zwei Hauptprotagonisten die Qual der Wahl was die Leichen angeht.
Die Ermittlungen führen zu einer brutal verstümmelten Toten. Einem korrupten Staatsanwalt der seine eigenen Interessen verfolgt und Personen, die nicht das sind, was sie zu sein scheinen. Zorn und Schröder haben ihre eigenen Probleme zu lösen und außerdem droht die gesamte Stadt in den Unmengen an Regenwasser zu versinken. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.


Das Ermittler-Duo

Zorn hält sich selbst für den Mittelpunkt des Universums. Er hasst seine Arbeit und alles was dazu gehört. Übellaunig, Kettenraucher und  chronische Unlust auf Alles gepaart mit dem gesunden Selbstvertrauen eines über 40jährigen Machos der sein Alter nicht anerkennt, entsteht eine sehr eigene Art von Mensch. Entweder liebt oder hasst man ihn, aber beides geht nicht.
Schröder ist das ganze Gegenteil. Militanter Nichtraucher, immer schlampig angezogen und ein Gedächtnis, auf welches man sich immer verlassen kann. Seine Arbeit erledigt der kleine, dicke Hauptkommissar immer zu 100%. Er weiß, dass er Zorn das Wasser reichen könnte, steht aber loyal hinter ihm. Man kann ihn nur lieben.
Beide arbeiten seit Jahren als Team und als Leser erfährt man nach und nach, das Zorn eigentlich nichts über Schröder weiß. Stück für Stück nimmt man Teil, wenn Geheimnisse gelöst werden, die vieles in einem anderen Licht darstellen.
Kommt es hart auf hart, laufen Zorn und Schröder Geistig wie Körperlich zu Höchstleistungen auf.


Der Autor

Stephan Ludwig, Jahrgang 1965, arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Gaststättenbetreiber. Er lebt in Halle und hat sich als Rundfunkproduzent einen Namen gemacht. Beim Schreiben arbeitet er genau wie im Tonstudio: aus dem Bauch heraus. Krimis zu schreiben ist für ihn ein Glücksfall, dabei stellt er seine Ermittler Zorn und Schröder gerne vor echte Herausforderungen.


Persönliches Fazit

Dieses Buch ist spannend bis zur letzten Seite und einmal angefangen konnte ich es nicht wieder aus der Hand legen. Stephan Ludwig trumpft mit Wendungen auf die einem dem Atem rauben und Morde, bei denen sich so mancher Thrillerschreiber eine Scheibe abschneiden könnte.
Neben der ganzen Spannung gibt es immer wieder witzige Dialoge zwischen den Hauptkommissaren. Harte Kerle, vielschichtige Handlungen und Rätsel vom Anfang bis zum Ende in einer perfekten Abstimmung zu einander.
Der Spannungsbogen baut sich stetig auf und ist bis zur Auflösung straff gespannt. Viele mögliche Täter und ein in der Dunkelheit verstecktes Motiv haben mich bis zum Schluss grübeln und Vermutungen aufstellen lassen. Die Lösung bekommt man erst ganz am Ende. Den Schreibstil finde ich locker und unverbraucht. Man spürt, dass hinter den Buchstaben noch eine Menge Energie lauert und viele Ideen in dem Autor stecken.
Ein gelungenes Debüt, das süchtig nach mehr macht.

Liebe Grüße und ein spannendes Leseabenteuer
wünscht



22. November 2012

Buchblogger Aufgepasst! Für immer die Seele - Aktion

Der Dresler Verlag lockt in den letzten Tagen mit einem Angebot. Sie wollen ein Vorabexemplar von "Für immer die Seele" an Buchblogger verlosen. Auch das In Flagranti-Team versucht sein Glück!

Jugendbuch Für immer die Seele - C.J. OmololuSchicksalhafte Begegnungen, große Gefahren und unendliche Liebe – der Auftakt der packenden Für-immer-Trilogie.
Wohin die 16-jährige Cole auch geht, was sie auch berührt, seit Kurzem fühlt sie sich ständig in andere Zeiten und an fremde Orte versetzt. Wird sie vielleicht verrückt?
Nur der Amerikaner Griffon scheint sie zu verstehen. Doch Stück für Stück entdeckt Cole, welch dunkles Geheimnis sie und Griffon verbindet.
Kann sie ihm wirklich vertrauen?

Neugierig geworden? Hier weiterlesen!


Be a part of the story: FJB - Aktion

Vor wenigen Minuten trudelte ein neuer Beitrag auf der Fischer Jugend Buch Facebookseite ein. Es wird spannend für alle House of Night Fans! 
 
P.C. und Kristin Cast sind ab Ende November in Deutschland zu Gast und signieren eure Bücher. Bei der Buchpremiere am 28.11. in Berlin liest außerdem Schausspiellehrer Ajax aus dem neuen Band »Verloren« vor! Hier könnt ihr Karten bestellen.
Wer aber sein Glück versuchen will, der kann laut FJB auch Karten gewinnen:  
Wir verlosen 10 Freikarten für die Lesung & Signierstunde mit P.C. und Kristin Cast in Berlin am 28.11.! Auf houseofnight.de kannst du mitmachen 

Das In Flagranti-Team wünscht allen Teilnehmern viel Gluck!

  Finde FJB auf Facebook!

21. November 2012

Die Flamme der Revolution brennt wieder! - News

Lionsgate machte heute Nägel mit Köpfen und veröffentlicht auf ihrer Facebookseite das neue Motion Poster von Catching Fire, dem zweiten Film der Tribute von Panem Reihe. Leider müssen wir noch fast ein ganzes Jahr warten, denn der Film ist erst ab dem 28.08.2013 in den deutschen Kinos zu sehen.

Rubinrot offizieller Filmtrailer - News

Nachdem der Teaser Trailer alle Fans der Edelstein-Trilogie ganz verrückt gemacht hat, veröffentlichte der Arena Verlag vor zwei Tagen den offiziellen Kinotrailer der langersehnten Verfilmung.

Wir können uns schonmal auf den 14. März 2013 freuen, denn dann kommt der Rubinrot Film auf die deutsche Kinoleinwand.




Noch dazu gibt es ab jetzt ein Buch zum Film, dass unter Anderem tolle Extras und spannende Fotos enthält. Wir dürfen also gespannt sein!

Wer jetzt schon einen Blick in das Buch werfen will, der kann das unter Stella5star machen. Die Bloggerin gewährt uns exklusive einblicke in ihr Exemplar.

Weitere Infos zum Rubinrot Film findet ihr hier!

20. November 2012

"Saphirtränen 1: Niamhs Reise" von Jennifer Jäger / Rezension




Titel: Saphirtränen 1 - Niamhs Reise
Autor: Jennifer Jäger
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 310 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 86 Seiten
Verlag: BookRix GmbH & Co. KG (22. Juni 2012)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B008DSQ762




Die Tränen der Göttin regneten auf die Erde herab, brachen sich im Sonnenlicht und ließen einen schillernden Regenbogen entstehen. Als seine Farben den Erdboden berührten, formten sich vier Schmuckstücke, jedes von ihnen mit einem einzigartigen Edelstein versehen.

 Die junge Ilyea Niamh lernt früh, dass sie anders ist als die anderen Wald-Ilyea. Sie ist eine Ausgestoßene, Verachtete, Verspottete. Doch wer hätte auch wissen sollen, dass das Mädchen mit den saphirblauen Augen einmal das Schicksal ihrer Welt auf den Schultern tragen würde...

 

Das Cover besticht durch seine Schlichtheit und gut abgestimmter Farbwahl. Es erschlägt nicht beim Betrachten. Die einzelne Kapitelgestaltung lässt eine liebe zum Detail herausahnen und wer darauf achtet, entdeckt noch mehr.

 

Am Anfang erfährt man, wo wahrscheinlich das Kernproblem des gesamten Buches steckt. Die Götter erschaffen vier Elemente – Feuer, Erde, Wasser, Luft – und nebenher entstehen die Dämonen. Ungewollt und böse richten sie einiges an Unheil an. Die Götter versuchen sie zu zähmen und sperren die Dämonen unter die Erde.
Indes verweilen die Götter nicht und bevölkern die Welt mit Pflanzen, Tieren, den Ilyea und noch einigen anderen Wesen.
Allerdings verhalten die Dämonen sich nicht ruhig und brechen aus ihrem Gefängnis aus. Mit Wut angetrieben, beginnt die Göttin der Erde zu weinen und erschafft so die vier Schmuckstücke:
Ein silbernes Diadem mit einem blauen Saphir.
Ein goldener Armreif mit einem Bernstein.
Ein silberner Ring mit einem grünen Smaragd.
Eine goldene Halskette mit einem Rubin.
Die Dämonen werden von dem roten Rubin magisch angezogen und eignen sich die Kette an.
Zum Schutz der anderen Schmuckstücke werden diese an die Ilyea verteilt:
Wald-Ilyea, Wasser-Ilyea und Berg-Ilyea.
Zerstören kann die Göttin ihre Erschaffung nicht.
 Man beginnt nun die Reise in die Welt Firyon und zu den Ilyea. Niamh, die Hauptprotagonistin und eine Wald-Ilyea, ist eine von ihnen. Niamh ist anders als die restlichen Dorfbewohner. Haben die Wald-Ilyea eigentlich grüne Augen, so besitzt sie blaue. Auch ist ihr die Magie und alles was dazugehört suspekt. Sie glaubt nicht daran und wird dadurch von den anderen gemieden. Allerdings gibt es ein kleines Problem, denn um ein vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft zu werden, muss sie der Waldmagie die Treue schwören. Soweit kommt es jedoch nicht, denn das Walddorf Cad´e wird angegriffen.
Niamh findet sich in einem Käfig wieder, zusammen mit der Dorfältesten Alriel. Sie weiß nicht, wo sie ist, warum sie dort ist und was von ihr verlangt wird, findet allerdings in dem Mischlingsblut Edan einen Verbündeten.  Niamh weiß nicht, inwieweit sie ihm trauen kann, jedoch bleibt ihr nichts anderes übrig, denn Edan flüchtet mit ihr zusammen von der Burg. Dort wurde sie von dem Dämonenfürsten festgehalten, der mit ihr und Edan große Pläne hatte. Nun steht Niamh eine gefährliche Reise mit Edan bevor. Ihr ist nicht klar, ob er Freund oder Feind ist und sie muss sich ihrem größten Problem stellen: Der Magie, an die sie ja nicht glaubt. Niamh muss die Schmuckstücke vor dem Dämonenfürsten finden und sich diesem und jenem Hindernis stellen.
 

Persönliche Meinung zum Inhalt :

Saphirtränen - Niamhs Reise, so heißt das erste Drittel, das die Autorin laut Amazon am 22. Juni 2012 veröffentlich hat. Dabei handelt es sich leider nicht um eine Trilogie, sondern um ein einziges Buch, das in drei Teile aufgeteilt wurde. Weshalb sie sich für diese Vorgehensweise entschieden hat, erläutert die Autorin, laut eigener Aussage, auf ihrer Webseite, ihrem Blog und in einigen Interviews.  Sie wollte den Lesern die Chance geben, sich einen ersten Eindruck zu machen, ohne gleich das ganze Buch lesen zu müssen. Leider muss man sagen, dass die Handlung darunter leidet und die Logik dadurch mangelhaft erscheint. Dazu aber später mehr.
Vor einigen Tagen wurde auch das zweite Drittel zum Verkauf freigegeben und viele im ersten Drittel  nicht nachvollziehbare Aspekte, haben dank dem zweiten Drittel an Klarheit gewonnen. Nichtsdestotrotz haben sich leider neue Fragen aufgetan, auf die wir in der nächsten Rezension eingehen werden.
Kommen wir erst einmal zum Inhalt der Geschichte an sich. Jennifer Jäger nimmt uns mit in eine völlig neue Welt. Der Anfang verspricht Fantasy, einige Probleme, viele neue Wesen und ein spektakuläres Ende. Der Prolog erläutert das Entstehen der vier Schmuckstücke, deren Verteilung und deutet an, dass das Zusammenführen ein Problem werden könnte. Ein guter Cliffhanger, der aber durch seine klare Aussage an Spannung verliert. Hier wäre weniger mehr gewesen. Man ahnt bereits, dass es genau darauf hinauslaufen wird. Schade, denn die Idee ist wirklich interessant. Schafft es die Autorin anfangs noch mit dieser außergewöhnlichen Idee den Leser auf ihre „Seite“ zu ziehen, bleiben für uns allerdings viele Fragen offen im Raum stehen. So widerspricht sich am Anfang vieles, zum Beispiel beschreibt die Autorin zuerst, dass die Götter die vier Elemente erschufen, doch kurz darauf heißt es, die Elemente hätten sich selbst erschaffen, um das erste Element, das Feuer, im Zaum zu halten.  Schlussendlich eine Kettenreaktion.
Dann folgt ein Widerspruch in sich: Die Pflanzen suchten Leben auf der Erde, aber danach erschaffen die Götter die Pflanzen?! Das sind kleine Logikfehler, die gerade am Anfang nicht sein dürften, da dieser uns in die Saga rund um Niamh und die darauffolgenden Abenteuer einleitet. Mag es vielleicht auch nur daran liegen, dass die Autorin wirklich bescheiden ist, wenn es um mehr Beschreibungen wie die Landschaft oder wichtige Hintergrundgeschichten rund um die Wesen in Ihrer Welt geht, klingt es dennoch sehr widersprüchlich. Die Welt als solche geht leider stark unter.
Nach dem Prolog trifft man auf Niamh, sie ist anders, was ebenfalls ein Problem ist. Das erste Kapitel deutet viele schöne Dinge an, wie die Häuser in den Bäumen, die man nur über kunstvolle Treppen erreicht. Leider wird hier arg an den Details des Dorfes der Wald-Ilyea gespart, sodass man als Leser nur die groben Umrisse kennt. Einige Wortwiederholungen und zu viele Adjektive schmälern das Lesevergnügen. Auch die Logikfehler stapeln sich in der Handlung immer weiter auf. Der Zeitübergang ist ebenfalls sehr unverständlich: Erst liegt sie am helllichten Tag im Wald, und dann ist es dunkel als sie aus dem Fenster blickt? Anscheinend vergeht die Zeit sehr schnell, obwohl es beim Lesen nicht spürbar ist. Über der Länge des ersten Kapitels kann man sich nicht beklagen, nur passiert dort kaum etwas Entscheidendes und alles wirkt schleppend. Gegen Ende des Kapitels geht dann alles ratzfatz und wir als Leser wundern uns, dass die aufkommende Spannung so kurz und knapp abgewickelt wird. Wir fanden es sehr schade, dass so vieles im Dunkeln blieb und insbesondere, dass das Ritual die gewünschte „Magie“ nicht abbekommen hat. Wurde vorher noch  über die Wichtigkeit des Rituals geschrieben, war es am Ende nur ein kurzer Schwur, der weder Gänsehaut noch Wichtigkeit versprach. Das ist aber nicht das letzte Mal, dass die Autorin uns Appetit auf mehr macht und einen dann immer noch hungrig  in eine neue Szene schickt.

Was uns gestört hat: 

Niamh könnte ein interessanter Charakter sein, der aber einige Ungereimtheiten aufweist. Ihre Probleme, die sie praktisch in die Wiege gelegt bekommen hat, prägten sie. In einigen Situationen, die spannend werden könnten, lässt die Autorin die Protagonistin so schnell handeln, dass man die Gründe, die sie antreiben, nicht ganz nachvollziehen kann. Die enge Bindung, die sie wohl zu der Dorfältesten hat, ist nicht ganz nachvollziehbar und hätte man durchaus ein wenig mehr erläutern können, da später auch noch darauf zurückgegriffen wird.
Auch in den nächsten Kapiteln wird uns nicht so richtig klar, wo Niamh festgehalten wurde. Von einer Höhle bis hin zu einer Burg oder einem Schloss, es kann alles sein, aber was es genau ist, weiß anscheinend noch nicht einmal Niamh selbst. Und das wiederholt sich in der ganzen Geschichte. Niamh wirkt nicht wirklich ausgereift, beinahe schon ungefestigt in ihren Entscheidungen und Denkweisen, die sich stetig verändern. Von ihrem anfangs noch ängstlichen Verhalten, bis hin zu der übertriebenen Darstellung ihrer Verliebtheit zu Edan: Ihr Handeln als solches lässt die dargestellten Gefühle nicht gänzlich nachvollziehen.  Auch wenn z. B. im zweiten  Drittel, das fast ein halbes Jahr später veröffentlicht wurde, die Verliebtheit zu Edan durch eine nachvollziehbare Erklärung abgehakt  wird, hätte die Autorin im ersten Teil etwas langsamer damit anfangen sollen.  Im zweiten Teil wäre es dann doch angebrachter und verständlicher gewesen.

Was uns gefallen hat:

Was uns wieder positiv stimmt, ist unter anderem die wirklich clevere Umsetzung von "Show don´t tell" (*Show, don’t tell dt.: „Zeigen, nicht erzählen“) ist ein häufig gebrauchter Terminus aus dem Kontext von Schreibratgebern. Er fordert Autoren dazu auf, einen bestimmten Gegenstand nicht vom Standpunkt des Erzählers zu beschreiben, sondern Handlung und Dialog zu nutzen. Quelle: Wikipedia.de).  Das erste Mal erkannten wir es, in einer gut geschilderten Szene im ersten Kapitel,  in der Niamh und Alriel dem Dämon im Menschenkörper begegnen und dieser ungeniert schildert, wie leicht das besetzen dieses Körpers war. Die Art und Weise wie sich dieser Dämon verhält, wurde von der Autorin geschickt in kleinen Details untergebracht, die nach und nach ein Gesamtbild ergeben. So erkannten wir, dass die Dämonen gerade die Menschen, die schlimme Taten vollbringen, leichter „besetzen“ können als die anderen. Das ist eine interessante Einsicht, die eventuell mehr aussagt, als einem auf den ersten Blick klar wird. Oder in der gemeinsamen Szene mit Niamh und Edan, in der Niamh seine dämonische Seite bewusst provoziert und dieser sie daraufhin doch etwas „grob“ auf dem Bett bedrängt. Als Leser spürt man, dass Edan Probleme hat, die jedoch nur angedeutet werden und den Leser somit interessiert weiterlesen lassen.
Solche Szenen, in denen mit durchdachten Handlungen einige Charakterzüge dargestellt werden, ohne diese aber genau mit einem einzelnen Adjektiv zu benennen, finden sich oft in den Seiten wieder und haben uns gut gefallen.
Wirkt die Wortwahl im Allgemeinen sehr stimmig, finden sich stellenweise doch Worte, die einem unpassend erscheinen, beispielsweise „Vergewaltigung“ oder „Mistvieh“, sie klingen zu modern und passen daher nicht ins Gesamtkonzept.“
Das Niamh auch ihren „Ileyanischen Bedürfnissen“ nachgehen musste, wie zum Beispiel  Baden und ihre Notdurft erledigen, bewerten wir ebenfalls als sehr positiv.
Uns hat es nur gewundert, dass dieser Fluchtinstinkt nach ihrer Gefangenschaft und insbesondere während der gemeinsamen Tage in Edans Zimmer so gefehlt hat. Mag sie nicht die Tür aufbekommen haben, so waren die Fenster im Schlaf - und Badezimmer doch mehr als greifbar für sie. Hatte sie keine Lust zu wissen/schauen wo sie war, damit dieses Burg/Schloss Erwähnung endlich mal aufgedeckt wird?  Wobei hier viele kleine Details wie die Einrichtung von Edans Zimmer, die Hinweise auf seine Wurzeln wiedergeben, geschickt eingestreut werden, die wiederum auf den Charakter und die Eigenheiten von Edan weisen.

Meinung zum Bösewicht:

Natürlich gibt es auch einen Bösewicht, den „Dämonenfürst“, wie Niamh ihn immer nennt. Deargh. Schade, dass er uns nicht wirklich furchterregend rübergebracht wurde.
Während der Gefangenschaft gab es dann von Deargh eine Einladung zum Abendessen, die Edan und Niamh mit Skepsis und großer Sorge annehmen mussten. Zuvor war sie bereits ein paar Tage in Edans Zimmer eingeschlossen und keiner der anderen Dämonen schien sich für sie weiter zu interessieren. Als nun endlich etwas Wichtiges geschieht, bei dem wir zum wiederholten Male „neugierig“ gemacht wurden, war es binnen Minuten zu Ende und nichts wirklich sonderbares passierte. Ein Déjà-vu folgt dem nächsten und diese ziehen sich von Anfang bis zum Ende mit dieser Erkenntnis hin. Niamh selbst erwähnt beiläufig, dass er schlimme Taten vollbracht hatte, von dem ihr Edan erzählte. Ob es eine lieb gemeinte Gutenachtgeschichte war, bei denen wir selbstverständlich nicht dabei sein durften, werden wir nie erfahren. Schade, das sind Details, die solche Aussagen wie „er beging, grausame Dinge, ist gefährlich etc.“ bestärken und glaubhaft machen. So allerdings verstanden wir nicht mal annähernd, woher die Angst von Niamh und Edan kam, aber es scheint im weiteren Verlauf der Geschichte vieles zu geben, was anscheinend nur Niamh in Erfahrung bringen darf. Wozu also noch die Leser darüber in Erkenntnis setzen?!

Meinung zum Aufbau:

Wir sind schon genug auf den Inhalt und unsere Ansicht darüber eingegangen und belassen weitere Anmerkungen über die nächsten Szenen, die unseren Lesefluss in der Geschichte gestört haben. Die Autorin kennt mit Sicherheit ihre Schwächen und wir hoffen, dass sie diese in Zukunft gut vermeidet.
Auch könnten wir noch intensiver auf die Logikfehler eingehen, was aber die Aufgabe eines Lektorates ist und nicht die eines Lesers. Die Autorin kann schreiben, dass erkennt man anhand ihrer ausgefallenen Ideen und die Begeisterung die sie damit an den Tag legt. Dennoch sind wir der Meinung, dass alles zu überstürzt aufs Papier gebracht und veröffentlicht wurde.
Man kann Saphirtränen im Großen und Ganzen mit einem ungeschliffenen Diamanten vergleichen, das Potenzial ist da, aber er wurde eben nicht wirklich angemessen bearbeitet.

Lesegrund:

Wieso haben wir uns entschlossen, dieses E-Book zu lesen und zu bewerten? Wir haben ihr Erstlingswerk schon gelesen, weshalb wir schauen wollten, wie sie sich nach den Jahren entwickelt hat. Nach dem Lesen der ersten beiden Teile der „Saphiertränen“-Trilogie, kann man mit gutem Gewissen sagen, dass sich die Autorin weiter entwickelt, ihren Schreibstil verbessert und ihrer Fantasie freien Lauf gelassen hat. Allerdings bräuchte sie dennoch ein vernünftiges Lektorat, um dieser Entwicklung die benötigte Farbe zu verleihen und keinen Einhalt zu geben. Dann würde ihr „Roman“ sein Potenzial voll entwickeln und uns ohne Unterbrechungen in seiner Welt mit Freuden gefangen halten.


Abschließend kann man sagen, das Saphirtränen eine kurzweilige Geschichte ohne unnötige Beschreibungen ist. Jeder, der eine oder zwei Stunden Zeit hat, ist mit diesem Werk sehr gut bedient.

 






Liebe Grüße


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