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16. Dezember 2012

"80 Days - Die Farbe der Lust" von Vina Jackson / Rezension


Titel: 80 Days - Die Farbe der Lust
Autor:Vina Jackson
Format: Broschiert
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 400
Verlag: carl's books
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
ISBN-13: 978-3570585221
Preis: 12,99 EURO



Vina Jackson ist ein Pseudonym hinter dem sich zwei etablierte Autoren verbergen, die bei diesem Buch zum ersten Mal zusammenarbeiten. Er ist ein bekannter Lektor, Radiojournalist, Kolumnist, der bereits neun Romane veröffentlicht hat und eine große Sammlung von Erotika besitzt. Sie hat ebenfalls bereits Bücher geschrieben, arbeitet im Finanzsektor und ist eine feste Größe in der Londoner Fetisch-Szene.


Frustriert von einer unbefriedigenden Beziehung findet die leidenschaftliche Violinistin Summer Erfüllung in der Musik. Sie spielt nachmittags in der Londoner U-Bahn auf ihrer ramponierten Violine Vivaldi. Als ihre Geige sich nicht mehr reparieren lässt, bekommt sie von Dominik, einem Uniprofessor mit ausschweifenden Fantasien, ein erstaunliches Angebot: Er möchte ihr eine wertvolle Violine schenken, wenn sie ihm ein privates Konzert gibt. Also spielt sie für ihn in der Krypta einer Kirche – doch muss sie dabei nackt sein, während Dominik den anderen Musikern die Augen verbunden hat. Summer spürt, wie sehr Dominik sie anzieht und in ihr bisher unbekannte Saiten zum Schwingen bringt: Sie beginnt eine intensive erotische Liaison mit ihm, in der sie ihre lange verleugnete dunkle Seite ausleben kann. Doch hat eine alles verschlingende Beziehung ohne Tabus Bestand?


Bei dem Cover spalten sich schon die ersten Meinungen. Zum einen ähnelt es doch sehr einem anderen, mittlerweile berühmten Buch, zum anderen ist dort auch ein wirklich unpassender „Werbesticker“ befestigt worden. Das Buchdesign an sich ist wirklich wundervoll gestaltet und verarbeitet worden, aber das war es auch schon. Der Verlag hat den Fehler gemacht, dieses Buch mit einem anderen Buch zu vergleichen, und das gehört meiner Meinung nach niemals zu einem Buch geschweige denn direkt auf dem Cover. Ein großer Kritikpunkt meinerseits.


Summer verdient ihren Unterhalt mit regelmäßigen Geigenspielen in einer Londoner U-Bahnstation, Kellnern und diversen Kurzauftritten. Ihre Leidenschaft zur Musik wird mehr als deutlich präsentiert und so verliert sie sich jedes Mal aufs Neue während dem Spielen und vergisst alles um sich herum.
Das bekommt auch der Uniprofessor Dominik mit, der rein zufällig die junge Musikerin hört und von ihrem Wesen sichtlich fasziniert ist. In dem Moment gefangen, legt er ihr einen 50 Pfund Schein in den Geigenkasten und verschwindet ohne sie anzusprechen.
Kurz darauf wird Summers Geige während einem Zwischenfall in der U-Bahn zerstört und Schlag auf Schlag verändert sich alles in ihrem Leben. Sie beendet kurzerhand die langweilige Beziehung mit ihrem Freund Darren und bekommt von einem fremden Mann, dem Uniprofessor Dominik, per Facebook eine fragwürdige Mail, in der er eine neue Geige verspricht, wenn sie im Gegenzug etwas dafür tut. Neugierig lässt sie sich auf seine Einladung ein und trifft sich mit ihm zu weiteren Einzelheiten.

Als er ihr seinen Vorschlag unterbreitet, hadert Summer noch etwas mit sich, stimmt aber aus Verzweiflung zu. Schließlich wolle er nur, dass sie für ihn spielt und danach würde sie die neue Geige bekommen. Aber schon nach dem ersten, privaten Konzert scheint sich alles immer mehr zu vertiefen und Summer findet sich letzten Endes auf einer völlig neuen Gefühlswelt wieder, in der sie ihre Grenzen immer gefährlicher durchbricht…


Es dreht sich alles um drei Dinge:
Summer, Dominik und der dunkle Abgrund des SM-Etablissement. Während Summers sexuelle Neigung anfangs mehr in die Richtung exhibitionistisch tendieren, zeigt sich im Fortlauf der Geschichte, dass sie sich von Dominiks fetischhaften Vorlieben ebenfalls angezogen fühlt. Das alles ist anfangs doch erst mal nicht wirklich das Hauptthema, was ich als sehr positiv erachte. So war es den Autoren wichtiger, Summers Wesen zu ergründen und uns somit dann die späteren Entwicklungen erkenntlicher zu machen. Wirkt sie also Anfangs ganz unscheinbar, erkennt man schon beim ersten Spielen mit ihrer Geige wie tief ihre Leidenschaft für etwas geht und dass sie bereit ist alles dafür zu tun. Was uns dann auch perfekt dargestellt wurde: Ein fremder Mann verspricht ihr eine neue, wertvolle Geige, wenn sie für ihn nur einmal ein privates Konzert abhält. Ein Angebot, dass jeder andere Mensch mit Skepsis und Vorsicht ansehen würde. Summer aber sieht darin eine Möglichkeit ihr musikalisches Talent weiterführen zu können und nutzt sie auch. Schließlich verdient sie sich mit den Geigenspielen in der U-Bahn einen großen Teil ihres Lebensunterhaltes und kann sich nur durch das Spielen in eine bessere Welt hineindenken.
Es gefiel mir sehr, dass hier schon angedeutet wurde, wie Summer ihre Grenzen, die sie selbst nicht kennt, überschreitet. Und das alles nur für ihre Leidenschaft zum Musizieren. Ein erster, wichtiger Hinweis über ihren Charakter, der während dem Lesen auf den ersten Blick nicht sonderlich auffällt.

Die zwei Charaktere, Summer und Dominik, werden uns nach und nach durch abwechselnde Sichtweisen vorgestellt und man bekommt nur langsam ein Bild davon, inwieweit das Ganze noch gehen mag. Summer scheint mir persönlich Anfangs doch sehr reserviert und gefühlskalt. So beschreibt sie die Beziehung zu ihrem Freund Darren als reine Nutzsache. Er hat eine große Wohnung, eine tolle Musikanlage und war damals nun einmal da. Sex haben die beiden nicht wirklich, da Darren andere Dinge wichtiger und Summers sexuelle Gier unpassend findet. Nicht gerade das passende Gegenstück zu der offenen Summer. Aber als sie anfing ihr erstes Lied in der U-Bahn zu spielen spürte ich förmlich all die vorher fehlenden Gefühle und war sichtlich fasziniert über den starken Kontrast zu der vorherigen Summer und der eben spielenden.

Dominiks Sichtweisen werden in die Geschehnisse miteingeschleust, was für mich persönlich kein Kritikpunkt darstellt. Ich fand es weder verwirrend noch unpassend, dass nach Summers Eindrücken die Gedankengänge von Dominik folgten. Sein Charakter war genauso unscheinbar wie der von Summer. Man erfährt anfangs etwas von seinen Affären, Leben und Neigungen ohne zu viel zu verraten. Das macht das Ganze noch lebendiger und verlockte mich weiter zu lesen, um das alles besser verstehen zu können. Wie genau er nun aussieht ist mir immer noch etwas unklar, was eventuell auch absichtlich so ausgearbeitet wurde, um das ganze geheimnisvoller zu gestalten.

Die Autoren haben wirklich eine tolle Leistung vollbracht, denn egal wie viel zwischen Summer und Dominik passierte, welche Handlungen eintrafen, ich war immer über die Gedanken und Entscheidungen überrascht. Von Kitsch und großer Liebe war keine Spur. Das ganze Buch baute sich auf die Psyche und Lust der darin lebenden Menschen aus. Es ist eben nicht immer alles Friede Freude Eierkuchen, das Leben im BDSM Bereich in all seinen dunklen Facetten wurde hier auch deutlich gegen Ende niedergeschrieben. Wer sich eben auf diesen Fetisch einlässt, kann ganz schnell in die falschen Hände geraten.


Vorneweg muss aber gesagt werden, dass sich bei diesem Buch die Meinungen spalten, aber das mag wohl eher an den Vergleich zu "50 Shades of Grey" liegen, mit dem der Verlag ungeniert wirbt. Da frage ich mich als Leser, ob der Verlag das Buch überhaupt selbst gelesen hat oder einfach nur an den Erfolg von oben genanntem Buch anknüpfen will. Dadurch ist es also nicht gerade unmöglich, keine Vergleiche zu ziehen und eine gewisse Erwartung an die Geschichte zu haben. Ich allerdings muss sagen, das sich für mich keinerlei Vergleiche ziehen lässt. Ganz im Gegenteil: Das Buch in seiner ganzen Art, Hintergrundgeschichte und Schreibweise ähnelt nicht mal im geringsten "50 Shades of Grey". Es ist um Längen ausgereifter und vor allem auch realistischer. Man merkt einfach das hier Kenner am Werk waren die nicht einfach nur an Sex denken, sondern den Charakteren ein eigenes Leben schenken. Ein Leben, das mir wirklich sehr real erscheint und gleichzeitig all die tiefen Abgründe mit sich bringt. Genau das, was ich auch erhofft habe zu lesen. Absolut empfehlenswert.




Es grüßt



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